Heilpraktikerin für Psychotherapie & Hypnosepraxis Gabriele Harder

* EMDR Therapeutin * Hypnosetherapeutin * Psychotherapie in Boffzen bei Höxter, im Kreis Holzminden
 

Häufig wird ein Trauma als Depression oder Angststörung verkannt

In meiner Praxis stellen sich immer wieder Patienten vor, die mit einer Diagnose wie Angststörung oder Depression kommen.

Im Verlauf der Behandlung zeigt sich dann das ein Trauma oder Missbrauch diese Störungen verursacht hat.

Was ist ein Trauma und wie wird es behandelt?

Bei einem Trauma hat man große Angst um sein Leben, beziehungsweise um die Sicherheit im Leben gehabt und dies nicht adäquat verarbeiten können.

Während eines Schockzustandes werden Erlebnisse nicht in beiden Hirnhälften (also emotional u. rational) verarbeitet. Dadurch können sie noch lange Zeit das Leben stark beeinflussen.

Weiterhin kann die bloße Zeugenschaft solcher Ereignisse auf die beobachtende Person traumatisierend wirken.
(Beispiel: Loveparade in Duisburg, erlebte Kriege, Vertreibung, Mutter wird vor den Kindern verprügelt, usw.)

Emotionaler und sexueller Missbrauch 

zählen auch zu den traumatischen Erlebnissen. 

Häufig verkannt ist die verheerende Auswirkung eines emotionalen Missbrauchs. Zum Beispiel wenn Mutter oder Vater eine narzisstische Persönlichkeitsstörung oder Suchtprobleme hat oder hatte.

Missbrauch
Missbrauch


 

Hier sind sehr treffende Beschreibungen der Auswirkungen von Narzissmus zu finden:

http://www.narzissmus.org/http://umgang-mit-narzissten.de/narzissten-in-der-familie/

Dies ist heutzutage leider sehr häufig in unserer "Ellenbogen-Gesellschaft" zu finden und auch eine Folge der zunehmenden Bindungslosigkeit.

Typisch sind folgende Verhaltensweisen nach solchen Erlebnissen:

1. - die Tat wird verharmlost - "andere sind ja viel schlimmer dran als ich"

2. - das Ereignis kann gar nicht ausgesprochen werden = sprachloses Entsetzen

3. - Das Ereignis wird abgespalten - es wird so emotionslos davon erzählt als ob man einen schlechten Film im TV gesehen hätte. (Was dazu führt das man in der Gesellschaft mit diesem Problem nicht ernst genommen wird, "wenn man so locker darüber reden kann, kann es ja nicht so schlimm gewesen sein"

4. - der Betroffene ist sehr ruhig und hat sich in sich selbst oder von der Umwelt zurückgezogen

5. - oder er ist sehr extrovertiert und redet mitunter ohne Punkt und Komma. Wirkt stets fahrig und nervös, spielt den Clown. (Wodurch er in der Gesellschaft auffällig wird und sich damit nur bestätigen kann das er "anders" oder "nicht normal" - also nicht der Norm entsprechend - ist.)

6. - in bestimmten Situationen verhält man sich immer wieder seltsam und merkt es auch, obwohl das verstandesmäßig einfach nicht zu erklären ist und dieses Verhalten eigentlich sonst nicht zu einem passt.

7.- Es wird sich häufig eine "Mitschuld" gegeben. - "warum bin ich auch nicht weg gelaufen oder warum habe ich nicht geschrien oder mich gewehrt ?" - "Er hat es ja nicht so gemeint."

Diagnosebeschreibungen nach dem ICD 10:

F43.0 Akute Belastungsreaktion

Eine vorübergehende Störung, die sich bei einem psychisch nicht manifest gestörten Menschen als Reaktion auf eine außergewöhnliche physische oder psychische Belastung entwickelt, und die im Allgemeinen innerhalb von Stunden oder Tagen abklingt. Die individuelle Vulnerabilität und die zur Verfügung stehenden Bewältigungsmechanismen (Coping-Strategien) spielen bei Auftreten und Schweregrad der akuten Belastungsreaktionen eine Rolle. Die Symptomatik zeigt typischerweise ein gemischtes und wechselndes Bild, beginnend mit einer Art von "Betäubung", mit einer gewissen Bewusstseinseinengung und eingeschränkten Aufmerksamkeit, einer Unfähigkeit, Reize zu verarbeiten und Desorientiertheit. Diesem Zustand kann ein weiteres Sich-zurück-ziehen aus der Umweltsituation folgen (bis hin zu dissoziativem Stupor, siehe F44.2) oder aber ein Unruhezustand und Überaktivität (wie Fluchtreaktion oder Fugue). Vegetative Zeichen panischer Angst wie Tachykardie, Schwitzen und Erröten treten zumeist auf. Die Symptome erscheinen im Allgemeinen innerhalb von Minuten nach dem belastenden Ereignis und gehen innerhalb von zwei oder drei Tagen, oft innerhalb von Stunden zurück. Teilweise oder vollständige Amnesie (siehe F44.0) bezüglich dieser Episode kann vorkommen. Wenn die Symptome andauern, sollte eine Änderung der Diagnose in Erwägung gezogen werden

F43.1 Posttraumatische Belastungsstörung

Diese entsteht als eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde. Prädisponierende Faktoren wie bestimmte, z.B. zwanghafte oder asthenische Persönlichkeitszüge oder neurotische Krankheiten in der Vorgeschichte können die Schwelle für die Entwicklung dieses Syndroms senken und seinen Verlauf erschweren, aber die letztgenannten Faktoren sind weder notwendig noch ausreichend, um das Auftreten der Störung zu erklären. Typische Merkmale sind das wiederholte Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen (Nachhallerinnerungen, Flashbacks), Träumen oder Albträumen, die vor dem Hintergrund eines andauernden Gefühls von Betäubtsein und emotionaler Stumpfheit auftreten. Ferner finden sich Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen, Teilnahmslosigkeit der Umgebung gegenüber, Freudlosigkeit sowie Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen könnten. Meist tritt ein Zustand von vegetativer Übererregtheit mit Vigilanzsteigerung, einer übermäßigen Schreckhaftigkeit und Schlafstörung auf. Angst und Depression sind häufig mit den genannten Symptomen und Merkmalen assoziiert und Suizidgedanken sind nicht selten. Der Beginn folgt dem Trauma mit einer Latenz, die wenige Wochen bis Monate dauern kann. Der Verlauf ist wechselhaft, in der Mehrzahl der Fälle kann jedoch eine Heilung erwartet werden. In wenigen Fällen nimmt die Störung über viele Jahre einen chronischen Verlauf und geht dann in eine andauernde Persönlichkeitsänderung (F62.0) über.

F43.2 Anpassungsstörungen

Hierbei handelt es sich um Zustände von subjektiver Bedrängnis und emotionaler Beeinträchtigung, die im Allgemeinen soziale Funktionen und Leistungen behindern und während des Anpassungsprozesses nach einer entscheidenden Lebensveränderung oder nach belastenden Lebensereignissen auftreten. Die Belastung kann das soziale Netz des Betroffenen beschädigt haben (wie bei einem Trauerfall oder Trennungserlebnissen) oder das weitere Umfeld sozialer Unterstützung oder soziale Werte (wie bei Emigration oder nach Flucht). Sie kann auch in einem größeren Entwicklungsschritt oder einer Krise bestehen (wie Schulbesuch, Elternschaft, Misserfolg, Erreichen eines ersehnten Zieles und Ruhestand). Die individuelle Prädisposition oder Vulnerabilität spielt bei dem möglichen Auftreten und bei der Form der Anpassungsstörung eine bedeutsame Rolle; es ist aber dennoch davon auszugehen, dass das Krankheitsbild ohne die Belastung nicht entstanden wäre. Die Anzeichen sind unterschiedlich und umfassen depressive Stimmung, Angst oder Sorge (oder eine Mischung von diesen). Außerdem kann ein Gefühl bestehen, mit den alltäglichen Gegebenheiten nicht zurechtzukommen, diese nicht vorausplanen oder fortsetzen zu können. Störungen des Sozialverhaltens können insbesondere bei Jugendlichen ein zusätzliches Symptom sein.
Hervorstechendes Merkmal kann eine kurze oder längere depressive Reaktion oder eine Störung anderer Gefühle und des Sozialverhaltens sein.

Meine Behandlungsmöglichkeiten:

  • Zunächst einmal zuhören, halten, da sein ! 
  • Betroffene entwickeln eine ganz feine Wahrnehmung dafür, ob sie sich jemandem mit ihren Erlebnissen "zumuten" können oder ob das Gegenüber damit schnell überfordert ist. Daher ist es auch schwer einen "Traumatherapeuten" zu finden. Jemand der so etwas nie erlebt und richtig verarbeitet hat, kann sich da nicht rein-empfinden, ist selbst erschüttert oder wird auf seine Hilflosigkeit zurück geworfen.
  • Viele haben noch nie erzählen können was sie erlebten oder wie sie die Tat erlebt haben. Dabei ist das erzählen eine gute Möglichkeit, es aus sich heraus zu bekommen. "Erzähl deine Geschichte, bis es nur noch eine Geschichte ist."
  • Die meistens wollen aber nicht über das konkrete Geschehen sprechen. Sie wollen darüber reden was es mit Ihnen gemacht hat, wie sie sich gefühlt haben oder Fragen dazu klären.
  • Nachhallerinnerungen, sog. Flashbacks können mit EMDR oder Hypnose zum abklingen gebracht werden.

 

 

 

 

Hypnosepraxis Harder
EMDR

Eine schöne Beschreibung, einer Betroffenen, zu dieser Methode (EMDR) finden sie auf folgender Web-Site:

EMDR- Ein Weg aus dem Trauma   

Weitere Informationen zu EMDR finden Sie auf meiner Seite: EMDR

Aber auch die Heilhypnose kann hier sehr hilfreich sein

  • Aufarbeitung der Mit-Schuld oder Schuldfrage. Die Schuld wurde meist suggeriert und ist in den seltensten Fällen real. Man kann sich nicht wehren oder schreien wenn der Angstreflex aktiv ist! Es tritt so etwas wie eine Schockstarre ein.
  • Klärung der Frage warum ich Opfer wurde. Habe ich heute noch eine Opfermentalität? Wo kommt die her? Wie werde ich sie los?
  • Was sind Trigger-Situationen für mich? Ein bestimmter Geruch? Eine Ähnlichkeit von gewissen Personen? Die Art wie jemand mit mir spricht? Das Umfeld? und vieles mehr...
  • Und am wichtigsten! der Aufbau des Selbstwertgefühls.

Traumatisierte Menschen haben oft riesige Ressourcen

die sie zu nutzen lernen müssen.

Und zwar gerade weil sie so etwas erlebt haben.

Denn es entsteht daraus eine ganz fein ausgeprägte Wahrnehmung und die Fähigkeit zur Daueraufmerksamkeit. Mit dieser Fähigkeit kann man ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft sein oder auch Karriere machen. Da der "Otto-Normalverbraucher" fokusorientiert lebt und nur das wahrnimmt was gerade in seinem persönlichen Fokus ist, ist man mit der Fähigkeit zur Daueraufmerksamkeit den anderen oft voraus. (Wenn sie Betroffener sind kennen Sie bestimmt den Spruch: "Was du so alles siehst/merkst?!" ) Man muss lernen diese Daueraufmerksamkeit zu händeln und anzunehmen.

Manche entwickeln auch eine gute Fähigkeit zur Resilienz.

psychische Widerstandskraft; Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.


An dieser Stelle noch der Hinweis auf 2 Bücher die enorm unterstützend bei der Therapie sein können:

1. Ellen Bass - "Trotz allem" : Wege zur Selbstheilung für Frauen, die sexuelle Gewalt erfahren haben - (Ein Selbsthilfebuch!)
2. Heinz Peter Röhr - Ich traue meiner Wahrnehmung - "sexueller und emotionaler Mißbrauch" - (endet mit Lösungsmöglichkeiten!)

Das hört sich nach langer, tränenreicher, schwerer Therapie an?!

In der Regel empfindet der Patient einfach nur eine riesige Erleichterung wenn er endlich mal ungehemmt darüber reden kann. Der häufigste Satz in der Therapie ist: "Das habe ich ja noch nie jemandem erzählt"

Im Durchschnitt dauern diese Therapien, bei mir, 7 bis 10 Sitzungen. Je nachdem was sie mitbringen. In seltenen Fällen kann es auch mal länger dauern.

Was ist noch wichtig?

Bei jeder Therapie ist es wichtig das die Chemie zwischen Patient und Behandler stimmt.

Daher lade ich Sie zum beschnuppern zu den monatlichen, kostenlosen Vorträgen in meine Praxis ein. Siehe: Home / Termine  oder Sie machen sich am Telefon ein Bild von mir. :-)

Ist einem der Behandler nicht sympathisch, wird man sich in der Therapie nicht öffnen und daher auch nicht viel von sich preisgeben. Damit ist der Behandlungserfolg fragwürdig, bzw. nicht erreichbar.

Praxen:

Gabriele Harder
Heilpraktikerin für Psychotherapie
, Hypnosetherapeutin & EMDR Therapeutin

Dahlienweg 3, 37691 Boffzen, Landkreis Holzminden, bei Höxter
37170 Uslar-Wiensen, Landkreis Northeim ( aus familiären Gründen geschlossen)
Telefon: 0 52 71 - 695 61 73

Bitte sprechen Sie auf den AB da ich zu den Praxiszeiten nicht ans Telefon gehe. Ich rufe schnellstmöglich zurück. Meist in den Abendstunden.
Am besten erreichen Sie mich von MO bis Fr zwischen 9 - 10 Uhr morgens.

Informationen zu den Behandlungkosten finden Sie   hier

Zur Seite: Traumabehandlung mit EMDR  hier

Gabriele Harder Heilpraktikerin für Psychotherapie
Gabriele Harder